Dreyer im Februar

Karlheinz Dreyer, unser „Nachlese-Kolumnist“ ist zwar kein Arzt, aber er ist dennoch beunruhigt wegen der „Klimagesundheit“. Seine Diagnose: Krank. Bei dieser Gelegenheit hat er auch gleich ein Rezept für den Gebrauch von „zu“ für ZDF und Spiegel ausgestellt. Es ist aber auch vertrackt mit diesem Wörtchen. So klein es auch ist, es kann ab und zu durchaus unterschiedliche Bedeutungen haben. Beispielsweise als Präposition: Ich ging zu Fuß nach Hause. Oder als Adverb: Mein Hunger ist zu groß für meinen kleinen Magen. Viel Spaß mit Dreyers Februar- „Nachlese“.

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Dreyers Nachlese im Januar

  • Sie werden es bemerkt haben – wir haben eine Menge gravierender Probleme mit ins Neue Jahr geschleppt. Zum Beispiel: Die bzw. der oder das Gendern. Gemeinsam mit der taz fragt sich auch Karlheinz Dreyer in seiner „Januar-Nachlese“, ob Gendern denn überhaupt noch Sinn macht, wenn die Geschlechter-Zuschreibung doch eher willkürlich erfolgt. Und ob es bei einer Messerstecherei zwischen drei Männern statt „eines der“ Opfer, doch „einer der  Opfer“ heißen muss. Wegen der Männlichkeit und so. Und da diese Kolumne ja auch einen Bildungsauftrag hat, lernen Sie, welche sechs Dinge es braucht, um Haferflocken gesünder zu machen. Also, viel Spaß beim Lesen der „Nachlese“.
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Dreyers Nachlese im Dezember

Vorsicht, unsere Gesundheit wird digitalisiert. Jedenfalls behauptet das die Netzpolitik org. Da kann man nur froh sein, dass man wenigstens in Baden-Württemberg ganz analog die Augen offenhält. Und so haben die „Wir-können-alles“-Statistiker festgestellt, dass die Zahl der tatverdächtigen Schleuser gestiegen ist. Hoffentlich verliert man dort jetzt die unverdächtigen Schleuser nicht aus dem Blickfeld. Karlheinz Dreyer, selbst aufmerksamer Badener, bleibt jedenfalls auch in seiner Dezember-Nachlese wachsam und – unterhaltsam. Viel Spaß bei „Dreyers Nachlese“

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Eine Frage des Stils

Online-Kurs journalistische Stilformen – Texten mit Format – Teil VIII Gutes Deutsch

Korrektes Deutsch garantiert noch keine spannende, interessante Story. Aber es macht Ihre Geschichte lese- und Leserfreundlicher. Meistens. Was ist „gutes Deutsch“? Auf alle Fälle eine Frage über die man trefflich streiten kann; nicht nur zwischen Juristen und Journalisten. Behördenleiter werden sie wohl anders beantworten als Pädagogen oder Philosophen, Jugendliche anders als ältere Menschen. „Gutes Deutsch“ im Journalismus ist kein Selbstzweck, sondern erfüllt eine Aufgabe – es hilft schnell und verständlich zu informieren oder einprägsam, unterhaltsam und spannend zu schreiben.

In diesem Teil der Reihe finden Sie einige Regeln, die helfen sollen, sich der Stärken und Schwächen ihrer Texte bewusst zu werden. Ob Sie sich an diese Regeln (oder wenigstens an einige) halten oder nicht, ist Ihre Entscheidung. Bewusste Regelverstöße sind manchmal auch ein Zeichen von Kreativität.  

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Deutschland über alles – oder: Alles über Deutschland?

Der Rundfunk als Waffe im Zweiten Weltkrieg

Die Nationalsozialisten setzten die Medien wie eine Droge ein. Presse, Film/Wochenschau und vor allem das Radio sollten helfen, ein Volk umzuerziehen, abzulenken und „gefolgsam” zu machen. Der zweite Weltkrieg war auch ein Medienkrieg. Goebbels hatte das noch junge Medium Rundfunk zu einem Propaganda-Instrument ausgebaut, dass möglichst jeden Haushalt beschallen und vom Faschismus überzeugen sollte.
Seinem Imperium „Großdeutscher Rundfunk“ versuchten zahlreiche Auslandssender ihre eigene Wahrheit entgegenzusetzen. Insbesondere der deutsche Dienst der englischen BBC funkte erfolgreich gegen die sogenannten „Goebbels-Schnauzen“ an. Die Briten setzten dabei auf ein besonderes Gegengift: wahrheitsgemäße Berichterstattung.

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Jetzt im “Studierzimmer”

Beiträge zur Zeit und Meediengeschichte des
Kalten Krieges

Wie kam es zu den Ereignissen, die in “Zeuge der Wende. Das war mein RIAS TV” erzählt werden? Welche politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen Sachverhalte waren ausschlaggebend für die Wende im anderen Teil Deutschlands und in den Ostblock-Staaten? Im „Studierzimmer“ dieser Website finden Sie eine Reihe von Beiträgen zur Zeit- und Mediengeschichte Deutschlands von der Nachkriegszeit bis zur Wende.

Bisher erschienen: 

  • 01: Der Kalte Krieg – Der Eiserne Vorhang – Berlin: Eine Insel im Roten Meer – USA vs. UdSSR – Wie aus Waffenbrüdern Feinde wurden – NATO – Warschauer Pakt – Die feindlichen Blöcke – Stellvertreter-Kriege – Der Eiserne Vorhang zerfällt

  • 02 Die Ostverträge – Berlin: Krisen und Konflikte – Berlin-Abkommen – Transit-Abkommen und Grundlagenvertrag mit der DDR – Verträge von Moskau, Warschau und Prag

  • 03: Mauer und innerdeutsche Grenze – Schutzwall gegen die eigene Bevölkerung – Sperrzone – Kontroll-Bereich – Das System Demarkationslinie – Schematische Darstellung

  • 04: Flucht aus und vor der Republik – Vier Millionen auf der Flucht – Ausreise, Republikflucht, Botschafts-Asyl – Vergehen oder Verbrechen? Der Schießbefehl – Täter und Opfer

  • 05: Ventil und Waffe zugleich: Der Witz in der DDR.Mit Humor ließ sich vieles leichter ertragen. Lachen über sich selbst als Ventil
  • 06: DDR: Die Presse und die Partei – Presselandschaft: Vielzahl statt Vielfalt – Der Der Journalist aus dem Roten Kloster: Erzieher, Propagandist und Agitator – Die Kontroll-Instrumente der Partei – Schärfste Waffe der SED?

  • 07:  Aufbau und Machtverteilung in der DDR – Primat der Partei – Organisation der SED – Politbüro – Generalsekretär – Volkskammer –Ministerrat – Staatssicherheit – FDGB.

  • 08: Rote Optik im “Schwarzen Kanal” – Schnitzlers Propaganda- und Agitations-Sendung im DFF – Die Methoden des Chef-Kommentators – Sozialismus vs. Kapitalismus – Ein Werkzeug des Kalten Krieges

  • 09 Der Kalte Krieg und die Medien – Eine Chronik – Wie sich Medien und Politik in der Nachkriegszeit entwickelt haben.

Der Kalter Krieg und die Medien

Eine Chronik

Beiträge zur Zeit- und Mediengeschichte – Folge 09

Dies ist eine Auflistung von wichtigen Daten zur Zeit- und Mediengeschichte im Nachkriegs-Deutschland bis zur Wende. Wie wurden aus den Waffenbrüdern der Anti-Hitler-Koalition so schnell bis an die Zähne bewaffnete feindliche Blöcke?  Wann setzte der Wettlauf um die besten Plätze im Äther ein? Wer drückte den deutschen Medien seinen Stempel auf? Wie agierte die BBC in Hamburg? Wie entwickelte sich der Radio-Journalismus im geteilten Berlin? Inwieweit war die Nazi-Diktatur ein Vorbild für die Funktion der Ost-Medien? Welche Ereignisse veränderten die Medienlandschaft in den beiden Deutschland? Usw. usw.

Die ursprünglich als reine Auflistung von Kalenderdaten gedachte Arbeit, entwickelt sich Schritt für Schritt zu einer Sammlung von Aufsätzen und Artikeln zur deutsch-deutschen Medienlandschaft der Nachkriegs- und Wendezeit.

Das Kalendarium dient auch als Skelett zu dem noch nicht fertiggestellten Beitrag „Der Kalte Krieg im Äther“.
Selbstverständlich ist diese Chronik lückenhaft, aber sie wird fortlaufend ergänzt und korrigiert. Wenn Sie etwas zu dieser Übersicht beitragen möchten, sind Sie herzlich dazu eingeladen.
Mail-Adresse: Spectatormedien@t-online.de

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Rote Optik im “Schwarzen Kanal”

Beiträge zur Zeit- und Mediengeschichte – Folge 08

Immer wieder montags öffnete Karl-Eduard von Schnitzler die Schleusen seines „Schwarzen Kanals“ und entließ seine Hass-Tiraden und Schmähungen in den Äther. Schnitzler war die Sperrspitze im kalten Medien-Krieg zwischen Ost und West und der Name seiner Sendung ein Synonym für übelste Propaganda sozialistischer Machart. 1519-mal strahlte der DFF (Deutscher Fernsehfunk) die bekannteste und umstrittenste Polit-Sendung des Landes aus. Im Westen versuchte Gerhard Löwenthal mit seinem „ZDF-Magazin“ polemisch zu konkurrieren.

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DDR : Aufbau und Machtverteilung

Beiträge zur Zeit- und Mediengeschichte – Folge 07

Die Reihe “Beiträge zur Zeit- und Mediengeschichte” ist als Ergänzung zum Buch gedacht

Etwa vier von zehn Deutschen (38 Prozent) wünschen sich mehr Informationen über die DDR. Das ergab eine Studie von Infratest im Auftrag der „Bundesstiftung zur Aufklärung der SED-Diktatur“ 25 Jahre nach Mauerfall. Bei den Jüngeren, der Gruppe der 14- bis 29jährigen, war das Interesse wesentlich stärker: 58 Prozent wollten mehr wissen über das „andere Deutschland“.

In Westdeutschland hatten die Menschen zwar Kerzen für die „Brüder und Schwestern in der Zone“ ins Fenster gestellt, um die Erinnerung an die Menschen in der sowjetisch besetzten Zone wachzuhalten, aber die DDR war wohl doch eher „Terra inkognita“, ein unbekanntes Land. Wir haben deshalb versucht, kurzgefasst die wichtigsten Institutionen des Landes aufzulisten. Wer hatte das Sagen in der DDR? Welche Rolle spielte die Partei? Wie war die SED organisiert und wie war das Volk an der Macht beteiligt? Die „Kleine DDR-Kunde“ hilft hoffentlich dabei, die Vorgänge jenseits der Demarkationslinie besser einzuordnen.

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DDR: Die Presse und die Partei

Beiträge zur Zeit- und Mediengeschichte – Folge 06

Im Osten nichts Neues. Jedenfalls nichts im Vergleich zur Medienpolitik der Nazizeit. Die roten Machthaber in der DDR benutzten – genauso wie die braunen Diktatoren zuvor – die Presse als Instrument der Propaganda und der Indoktrinierung. Die Journalisten waren dabei Erfüllungsgehilfen, Agitatoren und Propagandisten des Systems. Warum uns das heute noch interessieren sollte? Funktion und Aufgaben der Medien sind in allen totalitären Staaten immer noch ähnlich gestaltet.

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Waffe und Ventil: Der Witz in der DDR

Beiträge zur Zeit- und Mediengeschichte – Folge 05

Die Reihe “Beiträge zur Zeit- und Mediengeschichte” ist als Ergänzung zum Buch gedacht

Wenn es ernst wird, hilft nur noch Humor: Wie in allen Staaten, in denen eine elitäre Clique glaubt, im alleinigen Besitz der Wahrheit zu sein, war auch in der DDR der Witz Waffe und Ventil zu gleich. Die großem Kabarett-Ensemble der „Demokratischen“ waren sich dieser Rolle natürlich bewusst und zeigten ihre Stacheln gerne zwischen den gesprochenen Sätzen. Das funktionierte beim Publikum der Distel und der Pfeffermühle genauso wie beispielsweise bei der Kneifzange oder der Herkuleskeule.

Humoristische Laien-Spieler gehörten zum Bereich „Künstlerisches Volksschaffen“. Das „Zentralhaus für Kultur“ in Leipzig organisierte Gastspiele für diese Gruppen und überwachte die Produktion. Schließlich sollte das Ventil auch nicht zu viel Dampf ausströmen.

Solche Probleme kannte das Radio-Kabarett beim Rundfunk im amerikanischen Sektor (RIAS) nicht. Mit Herz und Schnauze schossen die „Insulaner“ ihre Pointen ab. Günter Neumann hatte das erste Programm des Kabaretts mitten in der Blockade (Weihnachten 1948) geschrieben. Die Insulaner wurden bald ein Markenzeichen des Senders in Ost und West. So – und jetzt heiter weiter.

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Flucht aus und vor der Republik

Beiträge zur Zeit- und Mediengeschichte – Folge 04

Wie viel Leid erträgt ein Mensch, bis er Freunde, Familie, Hab und Gut hinter sich lässt, um anderswo ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmung zu führen? Fast vier Millionen DDR-Bürger zogen eine ungewisse Zukunft im Westen einem gesicherten, aber bedrückenden Leben in ihrem vormundschaftlichen Staat vor. Sie begingen – nach DDR-Lesart – „Republikflucht oder stellten Anträge auf dauerhafte Ausreise und wurden dafür diskriminiert und kriminalisiert.

Da die Flucht über die Demarkationslinie nur unter Lebensgefahr möglich war, suchten viele Asyl in den westdeutschen Botschaften. Der Strom der Menschen, die dem Sozialismus den Rücken kehrten, riss nicht ab. Schließlich gab die SED auf und kapitulierte vor ihrem eigenen Volk.

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Hoffnung und Wahnsinn

Unbeschreiblicher Jubel beherrschte die Stadt, Wildfremde umarmten sich, Sekt floss in Strömen – Berlin spielte nicht verrückt, Berlin war verrückt. Buchstäblich trunken vor Freude. Die Mauer, die 28 Jahre die Stadt getrennt und West-Berlin zu einer Insel gemacht hatte, war offen. Tausende strömten an diesem 9. November 1989 von Ost nach West. War der Kalte Krieg endgültig Geschichte?
Fast 25 Jahre lang glaubten die Menschen an dieses Wunder. Dann überfiel Putin die ukrainische Halbinsel Krim (20. Februar 2014 und marschierte, fast auf den Tag genau, acht Jahre später (24. Februar 2022) in der Ukraine ein. Der Angriff- und Vernichtungskrieg der Kreml-Herrscher sollte nicht nur die Ukraine kampfunfähig machen, sondern gleichzeitig auch die alte Machtfülle aus Zeiten der Sowjet-Union zurückbringen. Ein Rückfall ins 20. Jahrhundert mit all seinen barbarischen Kriegen.

Gleichgewicht des Schreckens

Wie sah diese Welt aus, nach der sich Putin zurücksehnt? Es war eine Welt, die von Angst und Drohungen, von Wettrüsten und Stellvertreter-Kriegen geprägt war. Jede Seite war in der Lage, den Gegner auch dann noch zu vernichten, wenn dieser einen atomaren Erstschlag ausgeführt hätte. Dieses Gleichgewicht des Schreckens verhinderte, dass die Supermächte sich direkt angriffen.
In den 70er/80er Jahre wuchs in Ost und West die Erkenntnis, dass es höchste Zeit war, diesen Wahnsinn zu beenden. Moskau, Budapest, Warschau erprobten Wege zu einem menschlicheren Kommunismus. In Bonn hatte sich die sozial-liberale Koalition um Frieden und Aussöhnung bemüht. In der DDR fegte das Volk letztlich die Betonköpfe der SED davon.

Das Buch „Zeuge der Wende – Das war mein RIAS TV“ beschreibt die Wendezeit und die Rolle einer Fernsehstation am Ende der 80er Jahre. Ergänzt wird diese Darstellung jetzt mit einer Reihe von Hintergrund-Beiträgen zur Zeit- und Mediengeschichte Deutschlands von der Nachkriegszeit bis zur Wende. Die Beiträge finden Sie auf dieser Website im „Studierzimmer“.

Mauer und innerdeutsche Grenze

Beiträge zur Zeit- und Mediengeschichte – Folge 03

Eine Grenze gegen das eigene Volk: Sie stehen sich gegenüber, kaum einen halben Meter voneinander entfernt und können sich doch nicht berühren.  Zwei Frauen, Freundinnen vielleicht oder Schwestern. Beide haben ein Baby im Arm. Die Oberkörper sind vorgebeugt, die Finger der freien Hand ausgestreckt, aber die Hände greifen ins Leere.  Zwischen den Frauen liegt eine kniehohe Stacheldrahtrolle und – ein unsichtbarer, unüberwindbarer Graben.

Das Foto hängt in der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße. Es symbolisiert, wie die Verbindungen zwischen Familien, Freunden und Verwandten gekappt und die Menschen unbarmherzig und ungefragt feindlichen Blöcken zugewiesen wurden. Die Lebensadern Berlins wurden 1961 brutal zerschnitten, der Weg der Menschen zueinander mit Mauern und Stacheldraht blockiert.

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Der Kalte Krieg

Beiträge zur Zeit- und Mediengeschichte – Folge 01

Geschichte wiederholt sich nicht. Hoffentlich. Wie wurden aus den Waffenbrüdern gegen Nazi-Deutschland so schnell erbitterte Feinde? Geschichte wiederholt sich nicht, aber aus Fehlern lernt offensichtlich auch nicht jeder.

1946 versuchte Stalin seine Macht im Iran auszuweiten und Osteuropa unter seine Kontrolle zu bringen.  Der Westen antwortete im April 1949 mit der Gründung der NATO. Westdeutschland entwickelte sich vom Feind-Staat zum Verbündeten der Westmächte.

Im Frühjahr 2014 annektierte Russland die ukrainische Halbinsel Krim, am 24. Februar 2022 überfielen Putins Truppen die Ukraine. Der Angriff und die Kriegsverbrechen der Russen im Nachbarland, schweißten den Westen und die Ukraine zusammen, Finnland gab seine traditionelle Neutralität auf und die Ukraine wurde zum Symbol des Widerstandes gegen Unmenschlichkeit und Zerstörung. 1946 zerrissen die Expansionsgelüste eines Staates die Welt in zwei feindliche Blöcke, die beide in der Lage waren, die Welt zu vernichten.

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Ostverträge und Berlin-Abkommen

Beiträge zur Zeit- und Mediengeschichte – Folge 02

Die Ost-Verträge und das Viermächte-Abkommen über Berlin waren Meilensteine auf dem Weg zur Wiedervereinigung. Ohne sie ist die Entspannung zwischen Ost und West nicht denkbar. Dem widerspricht nicht, dass Ost-Berlin bis zuletzt – im Wortsinn – die Vereinigung der beiden deutschen Staaten zu „vermauern“ versucht hatte. Moskau, Warschau und Budapest hatten den Beton-Kommunismus Ost-Berliner Prägung längst überwunden.

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Rhetorik-Spickzettel

Tropen und Figuren im Überblick

Aus der fast unüberschaubaren Vielzahl von rhetorischen Figuren habe ich einige ausgesucht und sie zu kategorisieren versucht. Die Auswahl ist eher willkürlich und nicht wissenschaftlich begründet. Es ging vielmehr darum, Ziele zu definieren, die mit rhetorischen Figuren/Tropen zu erreichen sind.

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Auf den Wohlklang der Sprache

Anmutiger, einprägsamer, , flüssiger schreiben – Texthilfe Rhetorik

Diesen Beitrag widme ich einem Sizilianer – Gorgias. Gorgias von Leontinoi. Der Überredungskünstler verhalf der Rhetorik im alten Griechenland zum Durchbruch. Seine Reden und Texte verfingen beim Publikum, weil sie abwechslungsreicher, farbiger, einprägsamer und unterhaltsamer gestaltet waren als die seiner Mitstreiter.

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Der Routenplaner zum Erfolg

Neu in unserer PR-Werkstatt: Das Kommunikations-Konzept

Ist Erfolg planbar? Klare Antwort: Jein, – mit Betonung auf dem „J“ wie ja. Natürlich entscheidet allein die Zielgruppe, ob das Produkt sie interessiert, anrührt oder überzeugt. Ob sie bereit ist, sich auf das Angebot einzulassen oder es zumindest zu probieren.

Aber: Mit Hilfe eines professionellen Kommunikations-Konzeptes (KK) lässt sich zumindest die Chance auf eine positive Reaktion erhöhen.

Dass KK führt in sechs Stufen zu einem wohl begründeten, auf die Zielgruppe zugeschnittenen Verkaufsargument. Die Zielgruppe wird ihr Angebot akzeptieren, wenn sie sich einen Vorteil oder eine Erkenntnis davon verspricht. Menschen kaufen bekanntlich keine Produkte, sondern Vorteile.

Näheres zum KK finden Sie ab sofort in unserer PR-Werkstatt.

Der Routenplaner zum Erfolg

Das Kommunikationskonzept – In sechs Schritt zum Ziel

Ich habe lange im Saarland gearbeitet und mich dabei mit einem sehr sympathischen Leitspruch angefreundet: „Ersccht mol gut gess, geschafft hann mir schnell.“ Ins Hochdeutsche übersetzt: Denk nach, bevor du in hektischen Aktivismus verfällst.

Das Kommunikationskonzept (KK) transformiert dieses Motto ins Wissenschaftliche. Das KK ist quasi der Routenplaner zum Erfolg. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie eine Dienstleistung anbieten, eine Ware verkaufen oder eine Botschaft verbreiten wollen. Ein professionelles KK hilft den Kunden davon zu überzeugen, dass er gewinnen kann, wenn er ihren Vorschlag akzeptiert.

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Wer oder was ist Spectator?

Um das gleich klarzustellen: Spectators gab es lange vor meiner Zeit und wird es wohl auch künftig geben. Aber sie haben alle nichts mit”SpectatorMedien” zu tun. Vielleicht wollen Sie ja trotzdem etwas mehr wissen.

Eine der ersten Zeitungen mit demTitel „The Spectator“ erschien  ab dem 1. März 1711 über Jahre hinweg täglich in London und war ein hoch angesehenes Blatt (in der Grafik rechter Ausschnitt).

Heute gibt es auch einen „The Spector“ als wöchentliche Zeitschrift für Politik und Kultur ebenfalls in London. DiesesMagazin erscheint seit 1828 und ist damit das älteste noch existierende Magazin in englischer Sprache. (in der Grafik oben).

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Und dann war da beispielsweise noch „De HollandscheSpectator“ (unsere Grafik  zeigt unten links den Titel von 1732), der versuchte „die “Moral mit Geist zu beleben und den Geist durch Moral zu mildern“. So beschreibt es zumindest die Abhandlung „Ablehnung-Duldung-Anerkennung,Toleranz in den Niederlanden und in Deutschland“.

All diese Titel haben mit meinem Spectator nichts gemein. Spectator ist entstanden aus meinemZeitungskürzel „spec“. Das Kürzel wiederum ist der erste Teil meines Nachnamens„Specht“. Von „spec“ war es nicht mehr weit zu „spec-tator“, was im Englischen bekanntlich für Zuschauer oder Beobachter steht. Und beobachten, beschreiben und eventuell beurteilen will ich noch heute. Schließlich ist das erste Journalistenpflicht.

Arbeitsblätter in der “Schreibstube”

Journalistische Stilformen kurzgefasst

  • Klassische News: Von der Neuigkeit zur Nachricht
  • Erzählte News: Von der Nachricht zur News-Story
  • Interview: Fragen macht nicht dümmer
  • Kommentar: Von schlagenden und stützenden Argumenten
  • Glosse: Nimm’s leicht, nimm’s mit Humor
  • Reportage: Zwei Hunde und ein Knochen
  • Feature: An einem guten Mix ist nicht zu rütteln
  • Guts Deutsch: Eine Frage des Stils

Willkommen im Buchladen

Informationen zu meinen Büchern

Journalisten sind auch nur Menschen – oder: Hilla, der Papierkorb brennt

  • Pressemappe zu “Journalisten”
  • Der Autor: Ein halbes Jahrhundert Medienleben
  • Episoden aus “Journalisten”

Zeuge der Wende – Das war mein RIAS TV

  • Pressestimmen zu “Zeuge der Wende”
  • Interview zum Buch “Die Frau am Tor”
  • Spannung. Wahnsinn. Glücksgefühle – Pressestimmen
  • Nina Ruge u.a.: Meinungen zum “Zeuge der Wende

Texten mit Format – So werden Ihre Presseberichte noch attraktiver. Die Arbeitsblätter führen Sie ein in die journalistische “Schreibe”. Das beinhaltet die Stilformen Nachricht, Interview, Kommentar, Glosse, Reportage und Feature.

Zu beziehen über Spectatormedien@t-online.de – 97 Seiten mit vielen Illustrationen, 12 €

Zeuge der Wende – Das war mein RIAS TV: Das Buch beschreibt die wohl aufregendste Phase deutscher Geschichte nach dem 2. Weltkrieg – die Wendezeit und den Fall der Mauer. Die Nacht der Nächte, der 9. November 1989, wird aus der Perspektive eines Fernseh-Journalisten geschildert. RIAS TV war ein einzigartiges Experiment in der deutschen Mediengeschichte.

Erschienen im Omnino-Verlag Berlin. Zu beziehen über jede Buchhandlung – 252 Seiten, 15 € oder als E-Book 11,98 €.

Journalisten sind auch nur Menschen – Oder: Hilla, der Papierkorb brennt : Geschichten aus einem langen Medienleben. Gerhard Specht zeigt in diesem Buch wie spannend und exotisch der journalistische Alltag sein kann. Der ehemalige Chefreporter, Lokalchef, Redaktionsleiter bei Rundfunk und Fernsehen war ein halbes Jahrhundert lang in leitenden Positionen bei Print- und elektronischen Medien tätig.

Erschienen im Omnino-Verlag, Berlin. Erhältlich in jeder Buchhandlung -224 Seiten 15 € oder als E-Book 12,99 € .

Markt-Werkzeug – Einstieg in die Öffentlichkeitsarbeit: Das Buch gibt einen Überblick über den Werkzeugkasten der Öffentlichkeitsarbeit. Von der Pressemitteilung über TV- und Radio-Spots, Marketing-Aktionen und Beispiele für PR-Kampagnen – reicht der Bogen der kurzweilig verfassten Beiträge und Tipps.

Erhältlich bei Amazon als Kindle-Buch 279 Seiten, 9,99 €

Ein halbes Jahrhundert Medien-Leben

„Ehrlich. Genauso war es – mein Leben bei Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen. Und ich würde es genauso wieder machen“, sagt Gerhard Specht über sein neues Buch „Journalisten sind auch nur Menschen.“

Es sind – mit einer Ausnahme – keine weltbewegenden Geschichten, die er erzählt, sie sind oft außergewöhnlich und aufschlussreich, emotional und manchmal merkwürdig, aber immer authentisch und kurzweilig. Sie sind ein Beleg dafür, dass es abseits des großen Enthüllungs- und Katastrophen-Journalismus‘ Bereiche in diesem Beruf gibt, die ihren ganz eigenen Reiz entwickeln.

Es sind Geschichten aus dem Leben von sieben Vollblutjournalisten. Es geht um die Ausstrahlung eines Stockhausen-Konzertes für Hammer, Brett und Flügel, um ein spektakuläres Verbrechen und den Bericht darüber, der bleischwer in einer Einkaufstasche transportiert wurde. Es geht um eine Recherche mit dem Regierungshubschrauber und um Tür- zu- Tür- Recherchen in der Nachwendezeit, sowie um einen politischen Gefangenen, der in einem Gefängnis in Tirana mit Hilfe der Tore von Gerd Müller überlebte. Aber auch um Liebe on Air und das Haar einer Moderatorin, um schweigsame Politiker und versprochene Versprecher und um Leute, die mit sich selbst Interviews führen. Es geht um einen wundersamen Fabelvogel und raffgierige Beutegeier. Und es geht um die Wahnsinnsnacht im November 1989 als die Mauer fiel und die dramatischen Veränderungen danach.

Es sind Stories aus der Pfalz, dem Westerwald, aus dem Vogtland, aus Washington, Bonn und Berlin, erlebt in mehr als fünf Jahrzehnten. Irgendwie ist das Buch aber auch eine Liebeserklärung an den Journalismus. Natürlich hätte sich die Welt auch weitergedreht, wenn das alles nicht aufgeschrieben worden wäre; wäre aber vielleicht schade gewesen.

„Journalisten sind auch nur Menschen – Oder: Hilla, der Papierkorb brennt, Geschichten und Erkenntnisse aus einem langen Medien-Leben“, ist jetzt im Berliner Omnino Verlag erschienen, hat 224 Seiten und kostet als Taschenbuch 15 €.

“Journalisten sind auch nur Menschen”

Das neue Buch von Gerhard Specht

Stockhausen rückwärts

JOURNALISTEN SIND AUCH NUR MENSCHEN – Oder: Hilla, der Papierkorb brennt – Geschichten und Erkenntnisse aus einem langen Medien-Leben“., heißt das neue Buch von Gerhard Specht.

 Wie reagieren die Hörerinnen und Hörer eines ör-Senders, wenn die Techniker die Aufnahme eines Stockhausen-Konzerts bei der Ausstrahlung rückwärts ablaufen lassen? Die Antwort auf diese ja nun wirklich weltbewegende Frage steht in meinem NEUEN Buch. Und viele andere auch. “Journalisten sind auch nur Menschen – Oder: Hilla der Papierkorb brennt” erscheint Ende September 2021 im Omnino-Verlag. Reinschauen lohnt sich, sag ich mal.

Müller-Novelle in Tirana

Den Toren des kürzlich verstorbenen legendären Fußballers Gerd Müller verdankt ein albanischer Sportler, dass er  im Gefängnis von Tirana  “irgendwie überlebte“ und geistig fit blieb. Der Betonkommunist Enver Hodscha, der das Land 40 Jahre lang mit eiserner Faust regierte,  hatte den Sportler in Isolationshaft gesteckt und den unmenschlichen Verhörmethoden seiner Geheimpolizei ausgesetzt. Die „Müller-Novelle“ in Tirana  erzählt Gerhard Specht in seinem neuen Buch „Journalisten sind auch nur Menschen – Geschichten und Erkenntnisse aus einem langen Medien-Leben“ Das Buch erscheint Ende des Monats im Omnino-Verlag.

Zeuge der Wende: Die Frau am Tor/ Das Interview zum Buch

Mit „Zeuge der Wende – Das war mein RIAS TV“ legt Gerhard Specht ein Buch vor, das einen Spagat zwischen Zeitgeschichte und Autobiografie versucht. Ist der Spagat gelungen? Im  Gespräch mit Wilfried Hub* nimmt der Autor Stellung.

Stichworte: Um was es gehtt – Neues zur Wendezeit? – Objektivität als Aufgabe – Reimereien und ein Scharzer Kanal – Die Nacht der Nächte – Die Wende nach der Wende – Raubzüge im Osten – Ein Wendehal im Studio – Der Autor als Grenzorgan – Was blieb von RIAS TV? – Wer ist Wilfried Hub?

„Zeuge der Wende: Die Frau am Tor/ Das Interview zum Buch“ weiterlesen

Pressefreiheit und Zensur – Eine Chronik

411 vor Christus: Athen,       Bücher des Philosophen Protagoras werden verbrannt

1450                Erfindung des Buchdrucks in Mainz

1485                Bischof von Mainz erlässt Anordnung zur Errichtung einer                         Zensurkommission

1487                Papst Inozenz VIII. erlässt Zensurverordnung: Für jegliches Druckwerk ist eine Erlaubnis notwendig

1521                Karl V. erlässt auf  dem Reichstag zu Worms das Kaiserliches Edikt             zur Präventivzensur

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Meinungen zum “Zeuge der Wende”

“Zeuge der Wende – Das war mein RIAS-TV”, omnino-Verlag, Berlin. Das Buch hat 246 Seiten und kostet als Taschenbuch 15 € und als E-Book 12,99 €.

Nina Ruge, Karin Jacoby,Prof. Norbert Vojta, Hartmut Rodenwoldt, Horst Konzok haben sich zum Buch geäußert:

Nina Ruge

Nina Ruge, Moderatorin und Autorin:
Es war im Juli 1988: Ein kleiner Sender entstand – eine große Idee schweißte uns zusammen: Unabhängiger, unbestechlicher Journalismus für die Menschen „im Osten“: „Eine freie Stimme für eine freie Welt“.

„Meinungen zum “Zeuge der Wende”“ weiterlesen

An einem guten Mix ist nicht zu rütteln

Online-Kurs „Journalistisches Texten”/Teil VII: Feature-Reportage

Um großflächige Erzähl-Formate geht es in dieser (vorerst) letzten Folge des Kurses . Welche Erzählformen bieten sich an? Wie könnte das Gerüst für Ihre Story aussehen? Wie wird aus einer Begegnung ein anschauliches Porträt? Gibt es gravierende Unterschiede zwischen Reportage und Feature? Oder ist das Feature doch eher wie ein guter Cocktail mit vielen Inhaltsstoffen, die alle nur dazu beitragen sollen, den Longdrink schmackhafter zu machen?

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Zwei Hunde und ein Knochen

Online-Kurs „Journalistisches Texten“ – Arbeitsblätter VI: Die Reportage

Die Reportage ist (zumindest für mich) immer noch die „Königsdisziplin“ unter den journalistischen Stilformen, auch wenn sie in der reinen Form nicht allzu häufig praktiziert wird. Heute überwiegt die Mischform (Reportage-Feature-Dokumentation), die sich unterschiedlicher Elemente aus dem Formen-Fundus des Mediengewerbes bedient. Die Reportage trägt mit authentischen, nachvollziehbaren, anschaulichen Beschreibungen zur “hintergründigen Konkretisierung” der Informationen bei.

Wenn der Leser das Gefühl hat, er sei bei einem wichtigen/interessanten Ereignis dabei gewesen, wenn er sich auch emotional angesprochen fühlt, dann hat die Reportage ihre Aufgabe erfüllt.

 In dieser Folge des Online-Kurses geht es vor allem um die se Fragen: Was ist eine Reportage? Wie gestaltet man sie und was verlangt dieses Format vom Reporter?

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Nimm’s leicht, nimm’s mit Humor

Online-Kurs “Journalistisches Texten”/Teil V: Die Glosse

Guten Morgen, lieber Medien-Samurai. Kaum aufgestanden und schon auf Angriff gebürstet? Ist aber auch unglaublich, was sich diese Behörden-Menschen wieder gleistet haben. Aber stopp. Wie wär‘s, wenn wir heute mal das Schwert stecken ließen und stattdessen zum Florett griffen? Getreu dem Motto: Nimm‘s leicht, nimm‘s mit Humor. Mit Humor, Ironie und Satire gegen Bürokratie, Borniertheit und Boshaftigkeit?

Humor ist feinsinniger und oft wirksamer als plumpe Parolen. Der Witz als Waffe. „Gewitzt“ ist ein schönes Wort. Es leitet sich von dem Mittelhochdeutschen „witzen“ ab und bedeutet „klug machen“. Na, denn.

In diesem Teil des Online-Kurses geht es um Witz, Satire, Ironie – es geht um Glossen, Lokalspitzen und launige Kommentare.

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Von schlagenden und stützenden Argumenten

Online-Kurs „Journalistisches Texten“/Teil IV – Der Kommentar

Allen Schrumpfungsprozessen zum Trotz – Deutschland ist immer noch ein Zeitungsland. 13,5 Millionen Zeitungs-Exemplare versuchen Tag für Tag, den Leser zu informieren, zu unterhalten und über die Welt um ihn herum aufzuklären. Dazu werden von Montag bis Sonntag (meist) kluge Kommentare verfasst, Erkenntnisse in Leitartikeln offenbart und Lokalspitzen gesetzt.

Dazu gibt es ein weltumspannendes Netz, in dem es von Menschen wimmelt, die alles wissen (meist „besser wissen“) und die dies andere Menschen unbedingt wissen lassen möchten.

In dieser Folge des Online-Kurses versuche ich drei Dinge darzulegen: Was ist ein Kommentar? Welche Arten davon gibt es und vor allem – wie sollte ein überzeugender Meinungsbeitrag gestaltet sein?

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Von der Nachricht zur News-Story

Online-Kurs “Journalistisches Texten/ Teil II – “Die Nachricht erzählen”

Spätestens seit man auch bei Zeitungsabonnenten „Einschalt“-Quoten ermitteln kann, wissen Redakteure, dass der Leser seinen eigenen Kopf hat, Überliefertes in Frage stellt und gnadenlose Urteile fällt.

In dieser Folge des Online-Kurses versuchen wir dem Leser “hinter die Stirn” zu schauen. Was liest er wirklich in der Zeitung und was überblättert er einfach?

Wie möchte er seinen Informationsbedarf gestillt haben? Ausschließlich mit trockenen Fakten oder doch eher mit emotionalen Geschichten? Die Nachricht als Story? Mit „PEPP“ präsentiert? Erzählt wie in einem Magazin?

Eine uralte Kommunikations-Technik feiert fröhliche Urstände.

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Fragen macht nicht dümmer

Online-Kurs “Journalistisches Texten”/Teil III – Das Interview

Mit Mord und Unzucht beginnt sie – die Geschichte des journalistischen Interviews. In dieser Präsentation erfahren Sie etwas über die Ursprünge und über die Entwicklung dieses Formates. Wir befassen uns mit den unterschiedlichen Fragen zu dieser Frage-Antwort-Form, gehen auf die verschiedenen Ebenen der Kommunikation ein und zeigen, wie es passieren kann, dass von einem Interview wenig oder gar nichts mehr übrig bleibt.
Dennoch: Never stop asking (altes BBC-Motto).

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Von der Neuigkeit zur Nachricht

Online-Kurs “Journalistisches Texten”/Teil I – Die klassische Nachricht

Es gibt kein (ernstzunehmendes) fiktives oder non-fiktives Medienformat ohne einen Nachrichten-Kern. Die Nachricht ist quasi der Nukleus aller Stilformen oder – um es mit Goethes Faust auszurücken – des “Pudels Kern”: Vom Bericht über die Reportage und Dokumentation bis zum Roman oder Drama.

Mit diesem Online-Kurs möchte ich Ihnen Herkunft, Aufbau und die wichtigsten Anforderungen an eine klassische Nachricht näherbringen. Was macht eine Neuigkeit zu einer Nachricht? Wie ist eine Nachricht aufgebaut? Wie objektiv muss und kann eine Nachricht sein? Mit welchen Fragen können Sie feststellen, ob ihre Meldung die wichtigsten Aspekte eines Themas erfasst hat. Was unterscheidet “harte” von “sanften” News und welche Elemente helfen, einen Bericht spannender zu erzählen.

Dieser Kurs behandelt vor allem das klassische Nachrichten-Format. Die Veränderungen der Stilform werden demnächst in einem zweiten Teil untersucht.

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Ganz meine Meinung

“Wenn nur noch Betroffene sich äußern dürften, wäre es das Ende von kritischem Journalismus.“

Andreas Wolfers, ehemals Leiter der Hamburger Nannen-Schule.
(zitiert nach “Horizont”, Sept. 2020, Journalismus und Identitätspolitik)

“Als Public-Watchdog muss die Presse sorgfältig die Fakten recherchieren und die widerstreitenden Meinungen fair abbilden, anstatt sie nach den Regeln der Aufmerksamkeitsökonomie zu skandalisieren oder sich in gefälligem Storytelling zu ergehen.”

Bernd Holznagel, Professor und Institutdirektor an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster
(zitiert nach journalist 5/19)

Errare humanum est, sed in errore perseverare diabolicum.“ (Irren ist menschlich, aber auf Irrtümern zu bestehen ist teuflich.”
Theologe uud Kirchenvaters Sophronius Eusebius Hieronymus

“Im digitalen Politik- und Nachrichtenjournalismus zählt ja nicht die Qualität oder Relevanz einer Politikeräußerung, sondern die bei der Verbreitung zu erwartende Reichweite. So werden ohne jegliche weitere Einordnung abstruse politische Positionen verbreitet, die aus anderen Gründen gefährlich sind als eine irrelevante Mindermeinung eines in die Öffentlichkeit drängenden Wissenschaftlers. Die Geschäftsmodelle von Friedrich Merz oder Hans-Georg Maaßen funktionieren nur deshalb, weil der Journalismus in dieser Hinsicht verantwortungslos handelt.” (zitiert nach mdr altpapier)

Franco Zotta, Geschäftsführer der Wissenschaftspressekonferenz (WPK):

Krisen-Kommunikation: Shit happens. Punkt.


Vertrauen und Verständnis für das Unternehmen, für die Organisation oder auch für die Partei in der Öffentlichkeit zu etablieren – das ist die Kardinalaufgabe der Public Relations. Aber – Fehler sind dauerhaft unvermeidlich. Fehler sind menschlich. Aus Fehlern kann man lernen. Entscheidend ist nicht die fehlerhafte Leistung, sondern der Umgang mit dem Fehler. Die falsche Reaktion wird Sie zweifelsfrei noch tiefer abstürzen lassen, die richtige Reaktion aber kann – mit viel Glück und Geschick – Vorteile für Sie bringen. Mit welcher Kommunikations-Strategie Krisen noch am ehesten zu bewältigen sind – darum geht es in diesem Abschnitt.

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Zahira: “Gestern war ich glücklich”

Kurz-Porträt einer starken, jungen Frau in Charlottenburg, die aus Syrien geflohen ist.

1297 Menschen, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind, lebten Ende März 2015 im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Wer sind diese Menschen? Warum haben sie Familie, Freunde, Hab und Gut zurückgelassen? Wie fühlen sie sich aufgenommen bei uns? Zahira* ist eine von diesen 1297 Menschen. Leider haben wir Zahira aus den Augen verloren. Aber wir würden sie gerne wiedersehen, um zu erfahren, wie es ihr nach 2015 ergangen ist.

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Wenn Länder die Werbetrommel rühren

Wenn Länder die Werbetrommel rühren, schwingt der Ton häufig zwischen Belanglosigkeit und Kakophonie. Es gibt nicht viele Ausnahmen. Für eine solche Ausnahme bezahlte Baden-Württemberg Millionen. Aber es hat sich offensichtlich gelohnt. Wir laden Sie ein, die Musterkampagne aus dem Musterländle Schritt für Schritt nachzuvollziehen, vom Auftrag bis zur Evaluierung.
Es ist eine Kampagne wie aus dem Lehrbuch.

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Sagen, was ist ?

Es ist ein Schock, ein Albtraum, ein Tiefpunkt, schreibt „Der Spiegel“ in eigener Sache zum Fall Claas Relotius. Der 33jährige hat u.a. für das Nachrichtenmagazin Geschichten verfälscht, verdreht, erfunden. Für die AfD ist der Fall klar. Es ist ein Fall von „gesinnungsethisch gefärbtem Meinungs-Journalismus“, meint Fraktionschefin Alice Weidel. Aber es geht nicht um die AfD und deren „Lügenpresse-Kampagne“. Es geht um Glaubwürdigkeit. Um unsere Glaubwürdigkeit.

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